Die Jugend von Heute sind die Retter von Morgen!

Vorwort des Kommandanten zum Jubiläum

40 Jahre Jugendarbeit in unserer Feuerwehr ist Anlass zu feiern, aber auch zurück zu blicken. Die Anfänge und Entwicklungen zu betrachten, die dabei geleistete Arbeit sichtbar zu machen und entsprechend zu würdigen. Die Jugendarbeit in der Feuerwehr war und ist das Thema der Zukunft.

„Wer die Jugend hat, sichert die Zukunft.“ Das war bereits vor 40 Jahren den Verantwortlichen in der Feuerwehr Adlwang klar. Damals war die Feuerwehrjugendarbeit in Österreich im Entstehen. Adlwang hat als fünfte, von vierundvierzig Feuerwehren im Bezirk Steyr Land damit begonnen. Allen Beteiligten gilt Dank und Anerkennung für ihr Engagement.
Dabei gilt es nicht nur die jungen Menschen für den Dienst in der Feuerwehr zu begeistern, sondern Werte zu vermitteln, die ihre Persönlichkeitsentwicklung positiv beeinflusst und die sozialen Kompetenzen verstärken. Jugend braucht Ideale. Es kommt freilich sehr darauf an, sie entsprechend und glaubwürdig vorzuleben. Der Jugendbetreuer in der Feuerwehr hat hier eine ernste und große Aufgabe und nur solche, die selbst zu den Besten gehören, selbst Ideale haben und diese auch vorzuleben bereit sind, werden dazu berufen.
Besonders freut mich, dass derzeit 22 Jugendliche bei uns in Ausbildung stehen. Bei allen Eltern bedanke ich mich für die Unterstützung unserer Ausbildungsarbeit. Abschließend wünsche ich allen Beteiligten weiterhin viel Freude und Erfolg bei ihren Aufgaben im Dienste der Feuerwehr.

Engelbert Wolfschwenger
Kommandant

 

Geschichte

Zuvor galt der Leitspruch „Die Jugend erlernt das Handwerk von den Vätern“. Im ausgehenden 20. Jahrhundert kam die Erkenntnis, dass der Nachwuchs für viele Vereine nur durch spezifisch geschulte Jugendarbeit für den späteren aktiven Dienst gewonnen werden konnte. Sportvereine waren schon immer mit der Jugendaufbauarbeit beschäftigt. Das verstärkte Aufkommen von Musikschulen brachte für die Musikkapellen den erhofften Nachwuchs mit enormer Leistungssteigerung. Daher war es naheliegend, dass es auch für die Feuerwehren einer ähnlichen Aktivität bedurfte, um die steigenden Anforderungen der Zukunft mit engagierten, zielbewussten Feuerwehrmänner und –frauen bewältigen zu können. Die Feuerwehrjugend kann im Gegensatz zu anderen Institutionen nur im eigenem Wirkungskreis ausgebildet werden. Heutzutage ist die Feuerwehrjugend ein fester, integrierter Teil fast aller Freiwilligen Feuerwehren. 

Chronik zum 40 Jahr JubiläumChronik zum 40 Jahr Jubiläum

Die Ausbildung bei der Feuerwehrjugend ersetzt einige notwendige Ausbildungsschritte, wenn sie mit dem 16. Lebensjahr zu den Aktiven überstellt werden können. Feuerwehrmitglieder, welche bereits in der Feuerwehrjugend Leistungsabzeichen erworben haben (Wissenstest in Bronze, Silber und Gold, 4. Erprobungen), können sich diese bei der Grundausbildung anrechnen lassen. Weiters erlangen sie den Dienstgrad Feuerwehrmann bereits nach der Überstellung in den Aktivstand.

Bewerb 2003 in Adlwang

Im Bezirk Steyr – Land begann im Jahre 1963 erstmals die Feuerwehr Großraming mit der Jugendausbildung. 2 Jahre später nahm die Feuerwehr Ebersegg die Jugendarbeit auf, dann die Feuerwehren Trattenbach und Reichraming.

Bei der Feuerwehrversammlung am 4. Juli 1968 kam der Vorschlag eine Jugendgruppe der Feuerwehr Adlwang aufzustellen und entsprechend auszubilden. Seitens der Jugend war das Interesse vorhanden. Für die Ausbildung der Jugend erklärten sich Josef Bruckbauer, damals Oberfeuerwehrmann, für die praktische und Kamerad Alois Kammerhuber, damals Kdt.-Stv. für die theoretische Ausbildung bereit. Ihnen stellte sich Kdt. Karl Dietermayr zur Ausbildung zur Verfügung. 

1973

Im November 1968 gab es das ersten Treffen von 9 Jugendlichen, eine Woche später kamen bereits 14 Burschen zu den theoretischen und praktischen Übungen. Kdt. Dietermayr begrüßte und beglückwünschte die erschienene Jugend zu ihrem Entschluss, ihre Hilfsbereitschaft im Dienste der Allgemeinheit zu stellen. Die Feuerwehr Adlwang war die 5. Feuerwehr im Bezirk Steyr-Land die sich der Jugendarbeit annahm.

1968

Landesweit schätzt man, dass ca. zwei Drittel aller aktiven Feuerwehrmänner bereits in der Feuerwehrjugend ausgebildet wurden. Bei der Feuerwehr Adlwang haben von derzeit 64 Aktiven 46 mit ihre Ausbildung in der Jugendgruppe begonnen. Zwischen 1968 bis 2008 wurden 130 Jugendliche durch die Jugendbetreuer der Feuerwehr Adlwang erfolgreich ausgebildet (Stand 01.01.2008). Derzeit zählt die Jugendgruppe 22 Jungfeuerwehrmänner. 

2008
1.R. v.l. Kammerhuber Dominik, Mayr Johannes, Arthofer Josef, Gurtner Josef,
Lungenschmied Manuel, Mayrpeter Martin, Wolfschwenger Engelbert
2.R. Achathaler Karl, Kammerhuber Daniel, Schmidhuber Dominik, Zweckmair Dominik,
Truckemthanner Markus, Fechtig Florian, Hintermüller Michael, Gurtner Franz, 

3.R. Steiner Josef, Lederhilger Stefan, Holzner Roland, Zweckmayr Stefan, Brandner Christoph, Pürstinger Maximilian, Steiner Christoph, Hauselberger Christoph, Diwald Dominik, Achathaler Johann (nicht am Bild Steiner Manuel)

Aber auch schon in früheren Zeiten gab es Bestrebungen „junge Burschen“ für die Feuerwehr auszubilden – z.B. im Jahre 1900 schuf die FF Neumarkt im Mühlkreis eine „Knabenfeuerwehr“. Natürlich gab es im „dritten Reich“ Bestrebungen junge Burschen für den Feuerwehrdienst auszubilden. Die „HJ-Feuerwehr“ wurde deshalb eingerichtet, da viele aktive Feuerwehrleute den Wehrdienst folgen mussten.

Zur Feuerwehrjugend werden Burschen im Alter zwischen zehn und sechszehn Jahren aufgenommen, die dann in die Arbeit und die Aufgaben eines Feuerwehrmannes/Frau eingeschult werden. Es wird aber nicht nur streng gepaukt, sondern auch bei den verschiedensten Bezirks- und Landesveranstaltungen teilgenommen, wo die Zusammengehörigkeit der Gruppe gefestigt wird, denn nur gemeinsam sind wir stark. Zur Erreichung der Ausbildungs- und Erziehungsziele ist das Ausbildungsprogramm in Zeiträume von jeweils einem Jahr gegliedert – den Erprobungen. Am Ende jeder Erprobung wird der erreichte Ausbildungsstand überprüft.

Was kann man erreichen?

Erste Erprobung (ab 11 Jahre): Aufschiebeschlaufen ein weißer Streifen 2 mm breit 

Gegen Ende des ersten Jahres der Mitgliedschaft in der Feuerwehrjugend wird die Überprüfung der ersten Erprobung durchgeführt. Dabei sind folgende Bedingungen zu erfüllen: Regelmäßiger und pünktlicher Besuch der Gruppentreffen - gute Einfügung in die Gruppe und kameradschaftliches Verhalten in der Gruppe - einwandfreie Disziplin und Ordnung sowie sorgsamer Umgang mit den anvertrauten Gerätschaften.

2008

Folgende feuerwehrfachliche Ausbildungsinhalte sind nachzuweisen: Organisation und Aufgaben der eigenen Feuerwehr, Geschichte der eigenen Feuerwehr, Einsätze der eigenen Feuerwehr, Orientierung, Löschwasserentnahmestellen im Ort und der Grundausbildung. Verhalten im Dienst: Grundausbildung, Grundstellungen, Wendungen und Marschieren - sowie das Kennen des Warn- und Alarmsystems und deren Signale. 

Zweite Erprobung: Aufschiebeschlaufen zwei weiße Streifen 2 mm breit 

Mit vollendetem 13. Lebensjahr und zwei Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehrjugend sowie erfolgreich abgelegter erster Erprobung wird die Überprüfung der zweiten Erprobung durchgeführt. 

2008

Folgende feuerwehrfachliche Ausbildungsinhalte sind nachzuweisen: Gliederung und Aufgabenteilung der eigenen Feuerwehr, Perfektion der Grundhaltungen, Verhalten in einer Formation, Salutieren, Kenntnisse der Ersten-Hilfe-Leistung, Bergen, Lagerung und Transport eines Verletzten - Kennenlernen der Dienstbekleidung und Sachwissen über Fahrzeugkunde der eigenen Feuerwehr, Handhabung der wasserführenden Armaturen, Kennen, Auslegen, Kuppeln und Aufrollen der Saug- und Druckschläuche. Handhabung und Bedeutung des Nachrichtendienstes, Aufnahme und Weitergabe einer telefonischen Nachricht und Übermittlung einer Meldung sowie richtige Alarmierung. Grundkenntnisse und Anwendung folgender Knoten: Rechter Knoten (Kreuzknoten), Zimmermannsklank, Kreuzklank (Mastwurf), Schlag, Kreuzklank und Schlag am Strahlrohr und Schlauch. Allgemeine Kenntnisse über die eigene Gemeinde. Das JFM kann nach erfolgreich bestandener zweiter Erprobung zum Wissenstest in Bronze antreten.

Dritte Erprobung: Aufschiebeschlaufen drei weiße Streifen 2 mm breit 

Mit vollendetem 14. Lebensjahr und drei Jahren Mitgliedschaft in der Feuerwehrjugend sowie erfolgreich abgelegter zweiter Erprobung wird die Überprüfung der dritten Erprobung durchgeführt. 

2008

Folgende feuerwehrfachliche Ausbildungsinhalte sind zusätzlich nachzuweisen: Kenntnisse der Organisation des Landes-Feuerwehrverbandes – Anlegen von Notverbänden und Unterbindung von Blutungen, erste Maßnahmen bei Verbrennung, Verbrühung, Ätzung und Erfrierung, Erennen der Dienstgrade bis Landesbranddirektor - Grundausbildung, Erklären der wasserführenden Armaturen, Beschreibung der Saug- und Druckschläuche – Handhabung der wichtigsten Bestimmungen der Funkordnung für Feuerwehren - sowie Kenntnisse und Anwendung folgender Knoten: Spirenslich, Rechter Knoten (Kreuzknoten), Zimmermannsklank, Kreuzklank (Mastwurf), Schlag, Kreuzklank und Schlag am Strahlrohr und Schlauch. Spirenslich, Rettungsschlinge. 

Folgende weitere feuerwehrfachliche Inhalte sind nachzuweisen: Erkennen von Gefahrenquellen im Haushalt und bei Freizeit, Erkennen von Gefahrenzetteln. Folgende allgemeinbildende Ausbildungsinhalte sind zusätzlich nachzuweisen: Allgemeine Kenntnisse über unser Bundesland Oberösterreich, Erkennen bestimmter Verkehrszeichen für einen Radfahrer. Das JFM kann nach erfolgreich bestandener dritter Erprobung zum Wissenstest in Silber antreten. 

Vierte Erprobung: Aufschiebeschlaufen ein weißer Streifen 10 mm breit 

Mit vollendetem 15. Lebensjahr und vier Jahren Mitgliedschaft in der Feuerwehrjugend sowie erfolgreich abgelegter dritter Erprobung wird die Überprüfung der vierten Erprobung durchgeführt. 

2008

Folgende feuerwehrfachliche Ausbildungsinhalte sind zusätzlich nachzuweisen:
Kenntnisse über den ÖBFV – Verhalten im Brandfall - Verhalten im Notfall. Ausreichende Kenntnisse zur Wiederbelebung von Verunglückten (künstliche Beatmung) und Sofortmaßnahmen bei Hitzschlag oder Ohnmacht - Kennen der Dienstverwendungsabzeichen - Bedienung und Handhabung der Geräte für den Brandeinsatz - Sonderfahrzeuge und spezielle Geräte der Feuerwehr - Bedienung eines Funkgerätes und Kennen der Funkrufzeichen. Kenntnisse und Handhabung der Kleinlöschgeräte, vor allem der Handfeuerlöscher. 

Folgende weitere feuerwehrfachliche Inhalte sind nachzuweisen:
Verhaltensregeln zur Verhinderung von Bränden im Haushalt und in der Freizeit. Erkennen von Gefahrensymbolen auf Verpackungskennzeichen, Orientierung mit Karte und Kompass.
Allgemeine Kenntnisse über unser Heimatland Österreich, richtiges Verhalten als Radfahrer im Straßenverkehr. Das JFM kann nach erfolgreich bestandener dritter Erprobung zum Wissenstest in Gold antreten.

Wissenstest

Um den JFM die Möglichkeit zu geben, das erworbene Wissen im Rahmen der Feuerwehrjugend öffentlich und im Vergleich mit anderen JFM unter Beweis stellen zu können, kann jedes JFM an einem Wissenstest teilnehmen. Dabei können die am Wissenstest, abhängig vom Ausbildungsstand in den Stufen Bronze, Silber und Gold teilnehmenden JFM das Wissenstestabzeichen erwerben. Der Wissenstest wird als eigene Veranstaltung der Feuerwehrjugend einmal jährlich in jedem Bezirk durchgeführt

Feuerwehrjugend-Leistungsbewerb

Um den Jugendgruppen der Feuerwehren die Möglichkeit zu geben, das im Rahmen der Feuerwehrjugendarbeit erworbene Können öffentlich und im Vergleich mit anderen Feuerwehrjugendgruppen unter Beweis zu stellen, kann jede Feuerwehrjugendgruppe am Feuerwehrjugend-Leistungsbewerb teilnehmen. Dabei können die am FJLB teilnehmenden Mitglieder der Feuerwehrjugendgruppen das Feuerwehrjugend-Leistungsabzeichen in den Stufen Bronze und Silber erwerben. Seit Bestehen der Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Adlwang wurde regelmäßig an Bewerben (Abschnitt, Bezirk und Land) teilgenommen. Im Jahre 2007 erreichte die Jugendgruppe den ausgezeichneten 10. Platz von 49 Gruppen im Bezirk Steyr-Land. 

2003

Was wird sonst noch gemacht?

Bezirksjugendlager

2002

Alle zwei Jahre findet ein Bezirksjugendlager statt. Bei diesen Treffen steht vor allem Spiel, Sport und Spaß im Vordergrund. Großen Anklang findet die traditionelle Lagerolympiade, bei welcher sich alle teilnehmenden Gruppen mit Sport Spaß und Spiel gegenseitig die Kräfte messen. Die Feuerwehrjugend von Adlwang trat mehrmals als Sieger hervor (Sierning, Saaß). 

2002

Aktivitäten der Jugendgruppe

Für die Ausbildung und Bewerbswesen wendet der Jungfeuerwehrmann ca. 72 Stunden in seiner Freizeit auf. Der Spaß kommt dabei auch nicht zu kurz, zB beim Bezirksjugendlager bei der Lagerolympiade und anderen Aktivitäten. Zusätzlich steht alljährlich die Jugendgruppe für den Parkplatzdienst während der Goldenen Samstagnächte verlässlich zur Verfügung. An den 3 Wochenenden nach St. Michaeli werden ca. 350 bis 400 Stunden von den Jugendlichen geleistet.

2008
2008

 

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Bad-Haller-Straße 2
4541 Adlwang
Telefon: +43 (0) 72 58 39 22
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